Microlimits - Limit Hold’em mit kleinen Einsätzen
Beitrag von Pokerwiki
Texas Hold’em mit kleinen Einsätzen und Limit ist für Anfänger das wohl am besten geeignete Spiel, weil man nicht viel verliert.
Will man jedoch den Spieß umdrehen und auf lange Sicht gewinnen, wird es ebenso schwierig. Hier gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Bluffs In 90% der Fälle rate ich zu einem klaren ‘nein’. Zwar ist die Freude immer groß, wenn man mit einem Bluff den Pot stehlen kann, aber bei Micro Limits ist es oft so, dass viel zu viele Spieler einfach mitgehen. Dadurch rechnet sich bluffen einfach nicht.
Hohe Pocket-Paare Hier ist allergrößte Vorsicht geboten. Zwar sind diese Karten immernoch sehr gut, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch einen Flush oder einen Straight geschlagen werden ist höher, wenn mehr Spieler mitgehen. AA wird beispielsweise bei fünf Callern jedes zweite mal geschlagen.
Geduld Will man selbst in die Gewinnzone kommen, ist große Geduld gefragt. Nur absolute Top-Karten sollten gespielt werden. Einige Spieler gehen sogar so weit, dass sie nur Karten spielen, bei denen sie auch eine Erhöhung mitgehen würden.
Calling-Stations So genannte Calling-Stations sind Spieler, die so gut wie immer mitgehen. Das kann gut sein, wenn man selbst die beste Hand hat, wenn man aber versuchen will solche Spieler aus dem Pot zu drängen, weil man nur eine mittlere Hand hat, wird es schwer. Hier ist also äußerste Vorsicht geboten. Geht ein solcher Spieler die ganze Hand nur mit und erhöht dann plötzlich am River, sollte man in den meisten Fällen aussteigen. Solche Spieler warten, bis sie einen Flush oder einen Straight treffen um dann zu erhöhen. Profitabel ist so eine Spielweise natürlich nicht, weil sie in viel zu vielen aussichtslosen Situationen mitgehen. Diese Situationen sollte man ausnutzen und für sich entscheiden, dann kann man es sich auch leisten, mal eine gute Hand wegzulegen, wenn man glaubt geschlagen zu sein.
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